Politik: Wahlkampf gegen Ausländer zieht nicht – Erwerbslose sind Lückenbüßer

Bereits im Juli 2007 berichtete der Spiegel über den Niedergang der CDU in Hessen und erkannte, daß selbst eine Koalition mit der FDP nicht für eine Regierungsbildung reichen würde.
Anfang November dann ruft Koch den Lagerwahlkampf gegen rot-rot-grün aus. Im Dezember sehen die Umfragen Koch vor der Abwahl.
Eine Wende muß her. Koch besinnt sich auf vergangene Wahlkämpfe, begräbt die „rote Socken Kampagne“ und drischt verbal auf kriminelle Migranten ein und „träumt“ von Erziehungslagern.
Mitte Januar rufen 200 GewerkschafterInnen dazu auf, DieLinke. zu wählen, während Koch vor der „DDR in Hessen“ warnt.
Kochs Kampagne gegen kriminelle Migranten kommt an, besonders bei Republikanern und NPD.

Ende Januar klären sich die Fronten, es zeichnet sich ab, das weder schwarz-gelb, noch rot-grün eine Mehrheit erreichen können.
Das Wahlergebnis war dann auch die „Brutalstmögliche Quittung für den Populisten“, wie sogar Spiegel online kommentierte.

Ebenfalls am 27.01.08 sollte in Niedersachsen gewählt werden.
Im Gegensatz zu Koch, gab sich der wahlkämpfende amtierende christdemokratische Ministerpräsident Wulff keine Blöße. Er blieb im Wahlkampf was er schon immer war, blaß. Blaß blieb auch sein Ergebnis. Trotz einer um 10 % niedrigeren Wahlbeteiligung reicht es für schwarz-gelb. Rot-grün hat keine Chance. DieLinke zieht mit über 7 % ins Landesparlament.

Hessen und Niedersachsen sind nun für die Christdemokraten mehr oder weniger gelaufen, die Karte der kriminellen MigrantInnen hat nicht gezogen, aber am 24.02.08 wird ja noch in Hamburg gewählt. Was tun?

Im Endspurt des Hamburger Wahlkampfes überbieten sich nun Sozialdemokraten und Christdemokraten mit neuen alten Feindbildern.

Am 08.02.08 darf ein Sozialdemokrat aus Berlin, Thilo Sarrazin, die Latte auf die nächste Hürde legen. Er lässt einen Speiseplan für Hartz-IV BezieherInnen erstellen, der nicht nur von der Opposition in Berlin, sondern auch von Sozialverbänden als das zerlegt wird, was er ist, sachlich falsche und übelste Propaganda. Sogar Berlins Bürgermeister Wowereit pfeift seinen Finanzsenator zurück. Auch aus der CDU gibt es hierfür deutliche Kritik.

Zwischenzeitlich grenzen sich die Hamburger Parteien voneinander ab. Oder auch nicht.
Zuerst biedert sich der amtierende Bürgermeister Hamburgs, Carl Friedrich Arp Ole Freiherr von Beust den Grünen an. Während sich die GAL noch ziert, schließt die CDU eine große Koalition aus. Der DGB stellt Prüfsteine für die Parteien zur Wahl auf und stellt fest; Nur rot-rot-grün erfüllen weitestgehend die Vorderungen der Gewerkschaft.
Pech für Ole, die GAL-Basis ziert sich, nichts ist mit schwarz-grün.

Nach den bisherigen Lebenslagen, drohen in Hamburg also hessische Verhältnisse.

Nachdem die Karte der kriminellen Migranten nicht gestochen hatte, zieht die bürgerliche Presse mit ihrem populistischem Frontkampfblatt BILD zwei Wochen vor den Wahlen Hamburg ins Gefecht. BILD titelt under Anderem; Wer arbeitet, ist der Dumme!.

Nicht nur www.BILDblog.de und www.NachDenkSeiten.de entlarven die üble Hetze gegen Erwerbslose.
Immer mehr Menschen fragen sich, wozu diese unsäglich menschenverachtende Ablenkung der etablierten Parteien auf Kosten der für die industrielle Produktion schlicht nicht mehr benötigten Menschen nützlich sein soll.
Für die Wiederwahl des Freiherren von Beust, damit es den Hamburger Pfeffersäcken auch morgen noch genau so gut gehen soll, wie heute?

Wer die Verteiler von Unten nach Oben, Freiherr von Beust und Michael Naumann verhindern will, wählt am 24.02.08 DieLinke.!

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